Fasten: Mehr als nur eine Diät

Immer mehr Menschen, die unter Übergewicht leiden oder einfach nur fit werden wollen, versuchen es mit Fasten. Das Heilfasten ist mittlerweile ein fester Begriff in der Diätbranche geworden. Doch eigentlich ist das Fasten eine sehr religiöse Angefastinglegenheit.

Sie ist fester Bestandteil der katholischen Praxis. Das Fasten findet 40 Tage vor Ostern statt. Es verlangt vom Gläubigen, auf Dinge zu verzichten. Welche das sind, kann er selbst entscheiden. Im Mittelpunkt steht der Verzicht und die Bereitschaft dazu. Das kann Alkohol sein oder andere Drogen, aber auch Süßigkeiten. Ganz aufhören mit dem Essen muss man übrigens nicht. Beim religiösen Fasten isst man eine ordentlich Mahlzeit am Tag und kann noch zwei Mal etwas Kleineres zu sich nehmen. An Freitagen darf kein Fleisch gegessen werden. Das Verzichten gilt als Äusseres Zeichen der Buße und Besinnung. Während der Fastenzeit sollen die Gläubigen beten, fasten und geben. Das Beten soll an den Lebensweg Jesu erinnern, an die Versuchungen, denen er widerstand und die Leiden, die er ertrug. Die 40 Tage kommen übrigens aus der Bibel, als Jesus dem Teufel Widerstand leistete, indem er in der Wüste 40 Tage und Nächte fastete und sich weigerte, auch Steinen Brot zu machen. “Nicht vom Brot alleine soll der Mensch leben, sondern von jedem Wort, das aus dem Mund Gottes kommt”, soll er dem Teufel geantwortet haben.

Heute wissen wir, dass diese Geschichten bildhaften Charakter haben, aber das Fasten ist eben mehr als nur Gewicht verlieren. Es soll uns bewusst machen, welchen Versuchungen wir ausgesetzt sind und wie wir uns verhalten, wenn wir diesen widerstehen wollen. Das heisst nicht, das wir Versuchungen immer zu vermeiden haben. Wir sind eben nur Menschen. Aber ab und an ist es gut zu wissen, welche Verlockungen uns bisweilen steuern.

Das Geben ist übriges auch ein wichtiger Teil des Fastens und in der katholischen Kirche werden vor allem Spenden für das Hilfswerk Misereor gesammelt.

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